Irgendwie ist La Paz ja schon beeindruckend – vor allem, wenn man mit dem Bus ueber das Hochland ankommt und zum ersten Mal einen Blick auf die Stadt wirft. Da liegt sie in den Talkessel geschmiegt und kriecht an den Seiten scheinbar endlos die Haenge hinauf. Vor allem im Dunkeln toll! Allerdings ist La Paz sonst nicht wirklich ein Ort, an dem man (also, zumindest wir!) unbedingt laenger bleiben moechte. Man befindet sich hier auf 3700 Meter, das sind nochmal 400 mehr als in Cusco. Und das merkt man! Kurzatmigkeit begleitet einen auf Schritt und Tritt, vor allem, wenn man eine der steilen Strassen hochlaufen muss. Und von denen gibt es hier ziemlich viele! Ausserdem ist es ziemlich kalt, und es gibt nicht so wirkliche Sehenswuerdigkeiten. Und irgendwie sind wir auch ein bisschen muede vom Staedte anschauen… Ein Highlight sind allerdings die zahllosen Fress-Staende in der ganzen Stadt, an denen man superlecker und superbillig koestliche Schweinereien erwerben kann. Und: Wir haben ein Multiplex-Kino gefunden, mit englischen Filmen und gutem Popcorn. Da haben wir dann unsere Nachmittage verbracht…
Von La Paz aus sind wir in Richtung Dschungel aufgebrochen, zu einer dreitaegigen Pampas-Tour. Per Flieger ging es Richtung Rurrenabaque, mit der Airline TAM. Das ist die ehemalige Militaerfluglinie Boliviens und dementsprechend sehen Flughafen und Flieger auch aus: Alles andere als auf dem neuesten Stand, irgendwie sozialistisch und nicht gerade vertrauenserweckend. Aber: Flug war toll – man ueberfliegt mal gepflegt ein paar Sechstausnder, bevor es dann auf 200 Meter ueber dem Meeresspiegel runtergeht. Der Flughafen in Rurre besteht lediglich aus einer Landebahn (die ist aber auch erst seit fuenf Monaten geteert!) und ein paar Baracken, zwischen denen Schweine herumlaufen. Man wird mit einem Kleinbus direkt am Flieger abgeholt, das Gepaeck aufs Dach geworfen. So schnell waren wir noch aus keinem Flughafen draussen! Am naechsten Morgen ging es dann los Richtung Pampas – zweieinhalb endlose Stunden auf einer unbefestigten Strasse in einem altersschwachen Toyota (Ruecken!!!) bis zum dicht bewachsenen Fluss. Dort sind wir in ein Kanu umgestiegen, um uns flussabwaerts treiben zu lassen und Ausschau nach wilden Tieren zu halten. Und die gibt es hier en masse: riesige Alligatoren, ganze Schildkroetenfamilien, neugierige Affen, die ganz nahe ans Boot kommen, ein Faultier, lustige Wasserschweine, rosafarbene Flussdelfine mit langen Schnauzen (die haben sich allerdings ein wenig geziert und wollten sich nicht so wirklich fuer ein Foto in Positur werfen…) und Unmengen von kunterbunten grossen und kleinen Voegeln. Superspannend – und allein auf dem Fluss entlangzutreiben, ist fast wie Meditation. Allerdings waren auch jede Menge Moskitos am Start – kein Wunder bei 40 Grad, Sumpfgebiet und gefuhlten 100 Prozent Luftfeuchtigkeit! Und die haben sich weder von unserem Spray noch von langen Hosen und Pullis abhalten lassen, vor allem in Daemmerung, als wir mit den Taschenlampen nach den leuchtenden Augen der Alligatoren Ausschau gehalten haben. Am Ende des Abends hatten wir schwere Verluste zu verzeichnen: Meine Arme, mein Po und meine Oberschenkel zerstochen wie noch nie in meinem Leben (es gibt Beweisfotos, aber nicht an dieser Stelle!), auch Goran vereinzelt getroffen. Aber half ja nix, gab ja noch mehr zu tun: Z. B. Piranhas fischen und nach Anacondas Ausschau halten. Die waren allerdings einzigen Tiere, die sich partout ueberhaupt nicht zeigen wollten… Trotzdem tolle Tour!
Gestern sind wir dann wieder in La Paz angekommen – und wollten aus oben angefuehrten Gruenden eigentlich gleich weiter, im Nachtbus Richtung Uyuni. Aber: Die Bolivianer haben einfach mal mehrere Strassen im ganzen Land blockiert, um fuer oder gegen irgendetwas zu demonstrieren – unter anderem die Schnellstrasse, die den oberen Teil von La Paz (wo auch der Flughafen ist) mit dem Zentrum verbindet. Blockaden, Demonstrationen und sonstige Aufstaende sind hier sowas wie ein Volkssport und kommen ziemlich regelmaessig vor. Dummerweise wurde deshalb gestern unser Bus gecancelt. Heisst: Ein weiterer Tag in La Paz. Und zu allem Ueberfluss schuettet es seit heute morgen wie aus Kuebeln und ist wahrscheinlich auch nicht viel waermer als in Deutschland. Nervt. Aber wir sind guter Dinge, dass es heute abend weitergeht!
Ach ja, hoffentlich letztes Kreditkarten-Update (juhu!): Geld ist komplett wieder da.
Auf diesem Blog sind bisher schon einige Superlative gefallen, hier der naechste: Machu Picchu ist der Wahnsinn! Aber von Anfang an: Von Arequipa aus sind wir per Nachtbus nach Cusco gefahren. Die Nachtbusfahrten in Peru sind uebrigens lange nicht so erholsam wie in Argentinien. Die Busse sind zwar recht komfortabel, aber es geht staendig bergauf und bergab, wobei der Bus (meistens Doppeldecker) in jeder Kurve so schwankt, als wuerde er gleich die naechste Klippe hinabstuerzen. Schlafen ist da irgendwie nicht so angesagt. Cusco hat uns bei der Ankunft erstmal fertiggemacht. Die Stadt liegt auf 3300 Meter Hoehe – das macht kurzatmiger als man sich vorher vorstellt. Ausserdem besteht Cusco zum grossen Teil aus steilen Gassen und vielen Stufen . Mit dem Rucksack auf dem Ruecken auf Hotelsuche zu gehen macht hier nicht wirklich Spass… Aber sonst ist Cusco toll – wie auch schon Arequipa vorher. Wir waren wirklich ueberrascht, wie schoen die Staedte hier in Peru sind. Superschoene Plaetze, gesaeumt von kolonialen Haeusern, viele kleine Gassen mit Kopfsteinpflaster, ueberall kleine Laeden, nette Cafes und Pubs und drumherum eine Bergkulisse wie gemalt. Hier kann man schon ein paar Tage verbringen! Nichtsdestotrotz sind wir vor fuenf Tagen mal wieder aufgebrochen – zur 4-Tages-Inka Jungle Tour. Am ersten Tag wurden wir mit dem Bus auf eine Gebirgspass auf 4300 Meter hinaufgekarrt. Von dort aus ging es mit dem Mountainbike bergab – geschlagene vier Stunden auf einer serpentinenartigen Pass-Strasse, supertolle Aussicht natuerlich inclusive. Auch wenn die Fahrraeder und die Ausruestung auf sehr peruanischem Stand waren, ein Riesenspass. Am zweiten Tag war mal wieder Trekking angesagt, 8 Stunden lang. Erst durch den Dschungel, dann den originalen Inka-Trek entlang, der sich superschmal an steile Berghaenge klammert (nix fuer Menschen mit Hoehenangst!) und dann an einem wilden Gebirgsfluss entlang. Zum Glueck gab es am Ende der Wanderung mal wieder Hot Springs, Pools mit heissem Wasser, das irgendwo aus dem Felsen kommt. Dort am Fuss der Berge die mueden Glieder entspannen, waehrend es langsam drumherum dunkel wird – herrlich. Am Abend hatte die ganze Gruppe irgendwie geschlossen die Schnauze voll von Trekking und beschloss, am naechsten Tag die Haelfte der Wanderung durch Ziplining zu ersetzen, immerhin befindet sich hier die hoechste Anlage von ganz Suedamerika. Wer das nicht kennt: Dabei handelt es sich um lange Drahtseile, die ueber Schluchten und Taeler gespannt sind. Man selbst wird dann an dem Seil befestigt und saust von Seite zu Seite, insgesamt sechsmal. Superlustig! Und tausendmal besser als Trekking… Aber drei Stunden mussten wir dann doch noch ran – nach Agues Calientes, einem Ort, der nur einen Zweck hat: die ganzen Touristen aufzufangen, die hinauf nach Machu Picchu wollen. So wie auch wir natuerlich. Um halb fuenf sind wir aufgebrochen, und haben uns an den einstuendigen, supersteilen Aufstieg (1900 Stufen) gemacht – schliesslich wollten wir zwei der ersten sein, die oben ankommen. Hat leider nicht ganz geklappt, denn gleichzeitig mit uns kamen die ersten Busse an, die die fauleren Menschen in Massen nach oben karren. Trotzdem hat es sich gelohnt, so frueh aufzustehen: Als wir ankamen, waren die Anlage und die umliegenden Berge noch komplett in Nebel gehuellt. Dann kam langsam die Sonner hervor und der Nebel verzog sich. Ein absolut magischer Moment. Da liegt sie dann vor einem, die verlorene Stadt der Inka – und es verschlaegt einem wirklich kurz den Atem. Unfassbar, dass oben am Berg eine so vollkommene Stadt entstanden ist, von unten von keiner Stelle aus einsehbar! Kein Wunder, dass das Ganze erst vor 100 Jahren entdeckt wurde. Und irgendwie traurig, wie viele Touristen sich heute ueber das Gelaende schieben, buchstaeblig. Aber: Wir sind ja auch zwei von denen. Um 10 Uhr haben wir uns dann an dem Aufstieg auf den Wayna Picchu gemacht – der Berg, der auf dem typischen Machu Picchu-Motiv immer im Hintergrund zu sehen ist. Nochmal eine Stunde Gekraxel und Geschnaufe – aber die Anstrengung wurde zu 100 Prozent belohnt: Von oben ist der Ausblick auf die Inka-Stadt sensationell. Machu Picchu ist eines der sieben Weltwunder – wenn man dort war, weiss man, warum. Gestern abend sind wir schliesslich wieder in Cusco angekommen, voellig fertig (wir haben beschlossen: No more trekking in Suedamerika!), aber immer noch total beeindruckt. Und heute abend geht es mal wieder per Nachtbus weiter, diesmal nach La Paz. Irgendwie haben wir beide Peru nicht zugetraut, zu einem unserem Lieblingslaender zu werden (wahrscheinlich wegen der Panfloetenspieler in deutschen Fussgaengerzonen…). Aber genau das ist passiert. Wir sind restlos begeistert. Wer noch auf der Suche nach dem naechsten Reiseziel ist: Go for Peru! Dieses Land bietet alles: Tolle Staedte, grossartige Landschaften, freundliche Menschen und eine superinteressante Geschichte, deren Spuren an allen Ecken und Enden sichtbar sind. Wie Cherie, eine Kanadierin aus unserer Machu Picchu-Gruppe sagte: It’s hard not to fall in love with all that. Und Panfloetenspieler haben wir heute zum allersten Mal gesehen – ehrlich.
So langsam laesst der Muskelkater nach. Langsam. Vorgestern sind wir von der bisher haertesten Trekkingtour unseres Lebens zurueckgekehrt – im Colca Canyon. Der Canyon ist ueber 3.000 Meter tief und damit einer der tiefsten der Welt. Und weil wir ja nicht das machen wollen, was alle Touristen machen, haben wir in Arequipa (uebrigens eine sehr schoene Stadt vor toller Vulkan-Kulisse!) die 3-Tages-Non-Classic-Colca-Trekkingtour gebucht. Tour-Operator Edwin versprach uns von Anfang an: “You will be very tired.” Recht hatte er.
Los ging es am ersten Tag um drei Uhr morgens. Unsere Truppe war lustigerweise eine (fast) komplett deutsche: Flo und Christoph aus Augsburg und Osnabrueck, wohnhaft in Dresden, Sarah und Sebastian aus Frankfurt – und die famose Schweizerin Sibylle aus Zuerich, die wir schon in Nazca kennengelernt hatten. Unser erster Stopp: Cruz del Condor, eine Art Aussichtspunkt hoch ueber der Schlucht, wo man besonders gut Kondore beobachten kann. Es waren ungefaehr 700 mal mehr Touristen und 120 mal mehr Mini-Vans (die die Touristen hinkarren) da als Kondore, aber ein paar haben sich dann doch bequemt und sind ueber unseren Koepfen gekreist. Dann ging es los: Sechs Stunden steil bergab, hinein in den Canyon. Die Aussicht dabei: Absolut spektakulaer, pausenlos. Aber am Ende zitterten die Knie schon ganz schoen. Uebernachtet wurde bei einer Familie mitten im Canyon in kleinen Huetten mit Wellblechdach und Schotterboden. Nach Bier und Abendessen war die Wandertruppe geschlossen am Ende – um neun lagen alle in ihren Betten. Am naechsten Morgen: Muskelkater. Half aber nix, lagen ja schliesslich weitere 10 Stunden Wandern vor uns, erst hoch, dann runter, dann wieder hoch und wieder runter. Nach dem ersten Anstieg fingen wir an, Edwin zu verfluchen. Gegen Nachmittag malten wir uns aus, wie wir ihn in seinem Buero ueberfallen. Aber: Unsere Anstrengungen wurden immer wieder mit atemberaubenden Ausblicken auf die Canyon-Landschaft belohnt. Atemberaubend ist uebrigens auch die Hoehenluft – da muss man schon ordentlich schnaufen Am Ende sind wir mit letzter Kraft in den Pool unserer Unterkunft in einer Oase mitten im Canyon gefallen. Auch an diesem Abend: Zapfenstreich um neun. Dritter Tag: Aufbruch um fuenf, drei Stunden Aufstieg (1200 Hoehenmeter), in Serpentinen den Berg hinauf - siehe drittes Foto von unten. Maria, unser Guide, hat uns mit Coca-Blaettern versorgt, die man kaut und sich dann in die Backen steckt und die wach und fit machen sollen. Half irgendwie nur so halbgut. Die Waden brannten, die Oberschenkel fuehlten sich an wie die von Anni Friesinger. Trotzdem: Eines von den Muli-Taxis, die uns immer wieder ueberholten, gabs trotzdem nicht! Und als wir oben ankamen, waren die Qualen schnell vergessen: We survived!
Auf dem Rueckweg dann noch zwei Highlights: Unsere neuen Lieblingstiere, die Alpakas (oder Lamas oder Vicuñas – ich kann sie nicht auseinanderhalten…). Ich habe mich dem Baby-Alpaka, mit dem sich Touristen fuer ein paar Cents fotografieren lassen koennen, an den Hals geworfen. Goran hat versucht, auf der Hochebene ein paar freilebenden Tieren naeherzukommen - leider ohne Erfolg. Als letztes stand dann noch ein Besuch im Thermalbad von Chivay auf dem Programm. Der Pool dort hat 38 Grad – noch nie haben wir uns mit so viel Wonne in irgendein Wasser sinken lassen…
Fuenfeinhalb Wochen sind wir jetzt unterwegs, aber es fuehlt sich viel laenger an, weil wir schon so viel gesehen und erlebt haben. Lustigerweise merken wir langsam erste Longtime-Traveller-Erscheinungen: Wenn wir mal zufaellig einen Fernseher im Zimmer haben, bleiben wir zuhause und schauen Filme an. Und gestern haben wir Burger gegessen – und waren richtig gluecklich. Dabei haben wir uns frueher immer ueber Leute lustig gemacht, die um die halbe Welt fahren, nur um dann bloede Burger zu essen. Tja. (Aber wenigstens haben wir auch schon ganz viel Alpaka verputzt – das sieht naemlich nicht nur niedlich aus, sondern schmeckt auch koestlich…)
Ach ja, Kreditkarten-Update: Ich habe bereits den Grossteil des Geldes auf mein Konto erstattet bekommen, bei Goran steht die Antwort noch aus. Wir sind zuversichtlich!
Neues Land, neuer Stempel im Pass, neue Abenteuer: Peru. Von El Calafate sind wir nach Lima geflogen, ueber Ushuaia (Feuerland) und Buenos Aires. Kurzzeitig hatten wir uns mal Sorgen gemacht, ob es ein Fehler war, Feuerland auf unserer Route auszulassen. Beim Zwischenstopp in Ushuaia waren wir dann aber ganz beruhigt: Schon der Anflug war aufgrund von Sturmboeen ziemlich holprig, es regnete in Stroemen und hatte gerade mal 10 Grad. Wir waren ziemlich froh, dass wir einfach im Flieger sitzenbleiben konnten. Dann lieber Lima - da war es um einiges waermer, als wir am Freitagabend ankamen. Und auch sonst ist Lima eine ueberraschend sympathische und an vielen Stellen durchaus auch huebsche Stadt. Toll ist die Lage: auf Felsen hoch ueber dem Pazifik. So ganz gepackt hat uns Lima aber irgendwie doch nicht - mit Rio de Janeiro und Buenos Aires gibt es einfach schon zu harte Konkurrenz in unserem Reiseerfahrungsschatz. Zwei Dinge werden uns aber definitiv in Erinnerung bleiben. Erstens: Das Busfahren. In Lima gibt es Milliarden von privaten Bussen in allen Groessen, Fabrikaten und Farben, gemeinsam haben sie nur die Altersschwaeche. Aus jedem Bus haengt ein Mann, der laut schreiend verkuendet, wo der Bus hinfaehrt (und zwischendurch auf andere Verkehrsteilnehmer schimpft). Man muss dann einfach winken und wird in den noch fahrenden Bus hineingezerrt. Und dann ist nur noch eins wichtig: Festhalten. Denn die Fahrer geben Gas, als ginge es um ihr Leben. In Deutschland wuerde man Todesaengste ausstehen, wenn jemand so fahren wuerde, hier ist das halt einfach so. Und deshalb macht es richtig Spass. Die zweite Sache, die uns restlos ueberzeugt hat: Das peruanische Gericht Ceviche. Ein Riesenberg halbroher Fisch, mariniert in Limettensaft, Chilis und Koriander. Das isst man hier traditionell zu Mittag. Sooo lecker! Seit zwei Tagen sind wir suechtig - heute hatten wir bereits zwei Portionen. Gestern sind wir dann nach Nazca aufgebrochen. Schon die Fahrt war spannend: Erst faehrt man ein Stueck die Panamericana am rauhen Pazifik entlang, dann geht es ins Landesinnere weiter - und dort fuehlt man sich nicht wie in Suedamerika, sondern eher wie am Hindukush. Nazca selbst ist eine staubige Stadt mitten in der Wueste - eigentlich fuerchterlich. Aber: Ganz in der Naehe befinden sich die Nazca-Linien, riesige, in die Wueste gekratzte Zeichnungen (z. B. ein Affe, ein Papagei und ein Astronaut - siehe Foto!), von denen keiner so genau weiss, wie sie entstanden sind und was sie bedeuten. Die einzige Moeglichkeit, sie zu erkennen, ist aus der Luft. Also sind wir heute morgen zu einem Rundflug in einem kleinen viersitzigen Leichtflugzeug aufgebrochen und eine halbe Stunde ueber der Wueste gekreist. Allein der Flug hat total Spass gemacht und die Zeichnungen sind wirklich faszinierend. Ist ja immer schoen, wenn man irgendwas sieht, das nicht bis auf das letzte bisschen erforscht und allen ein Raetsel ist. Das war's dann aber auch schon mit Attraktionen hier. Seit heute morgen tun wir noch eins: Zeit totschlagen, bis heute abend unser Nachtbus nach Arequipa geht. Shuko, fuer dich zur Info: Heute sind wir um 6 Uhr aufgestanden (zwecks Flug), gefruehstueckt haben wir Ceviche (nach dem Flug! Sonst gibt's aber eher Weissmehlsemmeln, Butter und Marmelade und Cafe con leche) und das erste Bier gab's so gegen vier (mangels Taetigkeitsalternativen). Das variiert aber von Tag zu Tag, je nachdem, was wir vorhaben. Und es gibt definitiv Tage ohne Bier - nicht zu wenige. Suedamerika ist figurtechnisch aber tatsaechlich eine Herausforderung - nicht wegen des Bieres, sondern wegen der Kohlenhydrate, die es pausenlos und in allen ungesunden Formen gibt. Aber: Es schmeckt!